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Foto: Peter Adamik

Biografie

 

 

Semyon Bychkov

Vertretung: Österreich | Deutschland
Kontakt: Dr. Horst Böhm | Mag. Nora Pötter
Tel.: +43-1-512 05 01-25
E-Mail: horst.boehm@gmail.com | poetter@rbartists.at

 

Biografie:

In Leningrad (St. Petersburg) geboren, gewann Semyon Bychkov als Zwanzigjähriger den Rachmaninow-Dirigier­­­­­wett­bewerb. Dass ihm der Preis, die Leningrader Philharmonie zu dirigieren, vorenthalten wurde, trug zu seiner Entscheidung bei, zwei Jahre später die ehemalige Sowjetunion zu verlassen. Dort war er bereits im Alter von 5 Jahren für eine besonders privilegierte musikalische Musikerziehung ausgewählt worden: Zunächst lernte er Klavier, wurde dann von der Glinka-Chorschule aufgenommen und erhielt seinen ersten Dirigierunterreicht mit 13. Vier Jahre später wechselte er ans Leningrader Konservatorium und studierte Dirigieren beim legendären Ilya Musin.

Zu dem Zeitpunkt, als Bychkov 1989 als Erster Gastdirigent des Philharmon­ischen Orchesters nach St. Petersburg zurück­kehrte, wurde er in den USA bereits als Music Director des Grand Rapids Symphony Orchestra und des Buffalo Philharmonic Orchestra gefeiert. Seine internationale Karriere, die in Frankreich mit Debüts an der Opéra de Lyon sowie beim Festival in Aix-en-Provence begonnen hatte, nahm durch Einspringen beim New York Philharmonic, den Berliner Philharmonikern und dem Concertgebouw Orchester Amsterdam rasant an Fahrt auf. Er wurde Chefdirigent des Orchestre de Paris (1989), Chefdirigent des WDR Sinfonieorchesters Köln (1997) und Chefdirigent der Semperoper Dresden (1998).

Bychkovs musikalische Herangehensweise kombiniert die angeborene Musikalität mit der Unerbittlichkeit russischer Pädagogik. Seine Zeit ist sorgfältig zwischen Oper und Sinfonik ausbalanciert, sein Repertoire umspannt die Musik von vier Jahrhunderten.

In der Oper wird Bychkov vor allem für seine Interpretationen der Werke von Strauss, Wagner und Verdi geschätzt. Gleichwohl erarbeitete er während seiner Zeit als Erster Gastdirigent des Maggio Musicale in Florenz Produktionen von Janáčeks »Jenůfa«, Schuberts »Fierrabras«, Puccinis »La bohème«, Schostakowitschs »Lady Macbeth von Mzensk« und Mussorgskys »Boris Godunov«, die mit dem prestigeträchtigen Abbiati-Preis ausgezeichnet wurden. Zuletzt dirigierte Semyon Bychkov Tschaikowskys »Eugen Onegin« am Royal Opera House – seine Einspielung des Werkes wurde vom Opera Magazine als eine der 30 »herausragendsten Aufnahmen aller Zeiten« gekürt – und Wagners »Parsifal« am Teatro Real Madrid. Er eröffnet die neue Spielzeit an Covent Garden mit einer Neuproduktion von Mozarts »Così fan tutte« und leitet im Frühjahr 2017 »Parsifal «an der Wiener Staats­oper.

Zu Beginn der Spielzeit 2015/16 war Bychkov mit den Wiener Philharmonikern auf Tournee, mit Konzerten u.a. bei den BBC Proms, dem Lucerne Festival und dem Enescu Festival in Bukarest. Später in der Saison dirigierte er die Philharmoniker beim jährlichen Schönbrunner Sommernachtskonzert vor über 100.000 Zuhörern. Das Konzert wurde weltweit live im Fernsehen übertragen und von Sony Classical auf CD und DVD veröffentlicht. In den USA dirigierte er das Chicago Symphony, das Cincinnati Symphony, das New York Philharmonic und das Los Angeles Philharmonic. In Europa kehrte er zurück zu den Münchner Philharmonikern, den Berliner Philharmonikern, dem BBC Symphony Orchestra und der Accademia Nazionale di Santa Cecilia. Außerdem startete er ein langfristiges Tschaikowsky-Projekt mit der Tschechischen Philharmonie und Tourneen mit dem Concertgebouw Orchester Amsterdam.

In 1986 begann Bychkov seine Zusammenarbeit mit Philips, wodurch in der Folge Aufnahmen mit den Berliner Philharmonikern, dem Symphonieorchester des Bayrischen Rundfunks, dem Concertgebouw Orchester, dem Philharmonia Orchestra, dem London Philharmonic Orchestra und dem Orchestre de Paris entstanden sind. Später ging aus seiner 13-jährigen Zusammenarbeit mit dem WDR Sinfonieorchester (1997-2010) eine Serie bahnbrechender Aufnahmen hervor. Darunter sämtliche Brahms Sinfonien, Werke von Strauss (»Elektra«, »Daphne«, »Ein Heldenleben«, »Metamorphosen«, »Alpensinfonie«, »Till Eulenspiegel«), Mahler (Sinfonie Nr. 3, »Das Lied von der Erde«), Schostakowitsch (Sinfonien Nr. 4, 7, 8, 10 und 11), Rachmaninow, Verdi (»Requiem«), Detlev Glanert und York Höller hervor. 2010 wurde Bychkovs Aufnahme des »Lohengrin« vom BBC Music Magazine als »Record of the Year« ausgezeichnet. Im Oktober 2016 erscheint bei Decca die erste CD des Tschaikowsky-Projektes, auf der die 6. Sinfonie »Pathétique« und die Fantasie-Ouvertüre »Romeo und Juliet« zu hören sind. Die langfristig mit der Tschechischen Philharmonie angelegte Zusammenarbeit umfasst alle Sinfonien Tschaikowskys.

An der Royal Academy of Music London hat er den Otto Klemperer Lehrstuhl für Dirigieren inne sowie den Günther Wand Lehrstuhl beim BBS Symphony Orchestra, mit dem er alljährlich bei den BBC Proms auftritt. Von den International Opera Awards wurde er zum »Dirigenten des Jahres 2015« gekürt.



www.semyonbychkov.com

 

 


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