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Biografie

 

 

Andrea Marcon

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Biografie:

Der italienische Organist, Cembalist und Dirigent Andrea Marcon zählt zu den international renommiertesten Musikern und Spezialisten für Alte Musik. Für seine lebendigen und farbenreichen Interpretationen wird er von Publikum wie Fachwelt gefeiert: »Kaum ein Dirigent vermag zur Zeit dem Sprachduktus älterer Musik so überzeugend rhetorische Gestalt zu verleihen«. Marcons Spektrum reicht jedoch weit über die Wiener Klassik bis in die Frühromantik hinein. Zahlreiche preisgekrönte Einspielungen unterstreichen sein vielseitiges Wirken.

Andrea Marcon wurde in Treviso geboren und studierte Orgel und Cembalo bei
Jean-Claude Zehnder an der Schola Cantorum Basiliensis. 1986 gewann er den 1. Preis beim Orgelwett¬bewerb in Innsbruck und 1991 den 1. Preis beim Cembalowettbewerb in Bologna.

Im Jahr 1997 gründete Andrea Marcon das Venice Baroque Orchestra und entwickelte es zu einem der erfolgreichsten Ensembles für Barockmusik weltweit. Seiner Leidenschaft für die Entdeckung barocker Opern entsprangen etliche moderne Erstaufführungen. Das Spitzen¬orchester ist bei den renommierten Festivals und Konzerthäusern zu Gast und arbeitet mit Künstlern wie u.a. Cecilia Bartoli, Giuliano Carmignola, Angelika Kirchschlager, Magdalena Kožená, Patricia Petitbon, Philippe Jaroussky und Andreas Scholl. Desweiteren debütierte Andrea Marcon mit dem Venice Baroque Orchestra bei den Salzburger Festspielen, wo er seitdem auch mit anderen Ensembles ein gern gesehener Gast ist.

Die umfangreiche Liste der von Andrea Marcon geleiteten Opern, Oratorien und Messen umfasst u.a.: Francesco Cavallis »L’Orione«, »La Calisto« und »Il Giasone«; Marc-Antoine Charpentiers »Médée«; Domenico Cimarosas »L’Olimpiade«; Baldassare Galuppis »L’Olimpiade«; Georg Friedrich Händels »Messias«, »Ariodante« und »Alcina«; Benedetto Marcellos »Il trionfo della Musica e della Poesia«; Claudio Monteverdis »Vespro della beata vergine«; Antonio Vivaldis »Orlando Furioso«, »Atenaide«, »Tito Manlio«, »Gloria«, »Magnificat« und »Juditha Triumphans« sowie Johann Sebastian Bachs h-Moll-Messe und diverse seiner Kantaten. Besondere Höhepunkte in Marcons Kalender waren die vielbeachtete Erstaufführung von Händels »Siroe« an der Brooklyn Academy of Music (2004) sowie 20 ausverkaufte Vorstellungen einer Neuproduktion von Monteverdis »L’Orfeo« (Inszenierung: Jan Bosse) in Basel mit dem Ensemble La Cetra (2008).

Als Dirigent klassischer und frühromantischer Werke ist Andrea Marcon ebenso gefragt und wurde von den Rundfunkorchestern des WDR, HR und NDR, des dänischen Rundfunks, vom Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Mozarteum Orchester Salzburg, Orchestre Philharmonique de Monte Carlo, Luzern Sinfonie Orchester, Orquesta Ciudad de Granada, wo er seit der Spielzeit 2013/14 auch als künstlerischer Leiter wirkt, den Bremer Philharmonikern, Essener Philharmonikern, der Camerata Salzburg, dem Stuttgarter Kammerorchester und Mahler Chamber Orchestra eingeladen. An der Frankfurter Oper gastiert Andrea Marcon regelmäßig. Immer wieder gelingt es ihm, das »Frankfurter Opernorchester unter Hinzuziehung einiger fachspezifischer Gäste in subtiler musikalischer Beredsamkeit als veritables Barockensemble« zu präsentieren.

Im Oktober 2012 gab er sein Debüt bei den Berliner Philharmonikern, das begeistert aufgenommen wurde: »Es gehörte zu den großen Reizen des Vivaldi-Abends mit den Philharmonikern und dem italienischen Barockspezialisten
Andrea Marcon, dass man die Erhebung vom Gewöhnlichen, Erwartbaren ins Geniale, Unerhörte so deutlich vorgeführt bekam« (Berliner Zeitung). Im Februar 2015 debütierte Andrea Marcon beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks.

Mehr als 50 CD-Einspielungen dokumentieren Andrea Marcons Vielseitigkeit als Musiker und Dirigent. Gleich viermal wurde ihm der Preis der Deutschen Schallplattenkritik verliehen, weitere Auszeichnungen waren der Diapason D’Or,
Choc du Monde de la Musique, Vivaldi Award of the Cini Foundation, ECHO-Klassik und Edison Preis. Für Sony Classical hat Andrea Marcon bis 2003 sieben CDs aufgenommen; bei der Deutschen Grammophon erschienen Vivaldis »Andromeda Liberata«, zwei CDs mit Giuliano Carmignola, Vivaldi-Motetten mit Simone Kermes, Konzerte für Streicher von Vivaldi und Händel, sowie Vivaldi-Arien mit Magdalena Kožená und Patricia Petibon. Beim gleichen Label wurden April 2011 Mozart-Arien mit Mojca Erdmann sowie sämtliche Mozart-Ouvertüren mit La Cetra veröffentlicht.
Über sie schreibt ein Rezensent: »Selbst in den kurzen Pausen zwischen den Akkordsäulen… liegt ein Knistern in der Luft. Und die Spannung bleibt dem Hörer erhalten. Nirgendwo lässt es Marcon zu, dass auch nur ein Funke den
vibrierenden Spannungsbogen verlässt«. Im Oktober 2012 erschien »Nouveau Monde« mit Patricia Petibon und La Cetra, im September 2013 seine neueste Einspielung »Jaroussky-Farinelli« bei Erato/Warner Classics mit dem Venice Baroque Orchestra und Philippe Jaroussky mit Arien für Farinelli von Nicola Porpora.

Von 1982 bis 1997 war Andrea Marcon Cembalist und Organist in dem aus Treviso stammenden Ensemble für Alte Musik Sonatori della Gioiosa Marca tätig. Als Gründer und künstlerischer Leiter des internationalen Orgelfestivals »Città di Treviso« machte er sich gleichzeitig bei der Neubewertung und Restaurierung der historischen Orgeln verdient. Für seine Unterstützung bei der Restauration der von Jürgen Ahrendt rekonstruierten Renaissance-Orgel ernannte ihn die Kirchengemeinde der San Salva-dor Kirche in Venedig 2009 zum Kapellmeister.

Andrea Marcon ist Professor für Orgel und Cembalo an der Schola Cantorum Basiliensis.



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