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Foto: Eric Larrayadieu

Biografie

 

 

Antoine Tamestit

Viola
Vertretung: Österreich | diverse Länder
Kontakt: Mag. Anna Studer | Mag. Nora Pötter
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E-Mail: studer@rbartists.at | poetter@rbartists.at

 

Biografie:

Antoine Tamestit, 1979 in Paris geboren, erhielt seine künstlerische Ausbildung bei Jean Sulem, Jesse Levine und Tabea Zimmermann. Er erregte internationale Aufmerksamkeit, nachdem er in kurzer Folge eine Reihe Erster Preise bei bedeutenden Wettbewerben gewann: Maurice Vieux Concours International d’Alto (Paris, 2000), Primrose International Viola Competition (Chicago, 2001) und Young Concert Artists International Auditions (New York, 2003). Im September 2004 wurden ihm beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München der Erste Preis sowie der Publikumspreis und zwei Sonderpreise verliehen. Darüber hinaus war er BBC New Generation Artist,  Laureat des Borletti-Buitoni Trust Awards, wurde bei den "Victoires de la Musique" zur "Révélation Instrumentale de l’Année" ernannt und mit dem Förderpreis des Deutschlandfunks sowie dem Crédit Suisse Young Artist Award ausgezeichnet.
 
Antoine Tamestits breitgefächertes Repertoire reicht von der Barockzeit bis in unser Jahrhundert. Sein  besonderes Interesse gilt der Zeitgenössischen Musik, was sich in zahlreichen Uraufführungen und Aufnahmen neuer Werke widerspiegelt. Beim Feldkirch Festival spielte er gemeinsam mit Tabea Zimmermann George Benjamins "Viola, Viola", das er später auch mit ihr aufnahm. Bruno Mantovani komponierte für ihn und Tabea Zimmermann sein "Concerto pour deux altos et orchestre". Das 2009 von Olga Neuwirth für Antoine Tamestit geschriebene Violakonzert "Remnants of songs ... An Amphigory" erklang u. a. in Berlin, Tokio, Paris und Wien. Er erteilte bei Jörg Widmann einen Kompositionsauftrag für ein Violakonzert, das er im Oktober 2015 mit dem Orchestre de Paris unter der Leitung von Paavo Järvi zur Welturaufführung bringen wird. Dieses neue Werk wird er auch mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und mit dem Swedish Radio Symphony Orchestra präsentieren, beide Male mit Daniel Harding.
 
Als Solist ist Antoine Tamestit bei den führenden Orchestern der Welt zu Gast, darunter das Deutsche Symphonie Orchester Berlin, Gewandhausorchester, Chamber Orchestra of Europe, London Symphony Orchestra, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Orchestre de Paris, Orchestre Philharmonique de Radio France und New Japan Philharmonic. Dabei arbeitet er mit namhaften Dirigenten zusammen, darunter Valery Gergiev, Paavo Järvi, Marek Janowski, Louis Langrée, Marc Minkowski und Sir Antonio Pappano. Bereits 2008 debütierte er unter der Leitung Riccardo Mutis beim Lucerne Festival zusammen mit den Wiener Philharmonikern; eine erneute Zusammenarbeit mit diesem Orchester unter Franz Welser-Möst folgte im Jahr 2011 mit Auftritten beim Lucerne Festival und in Bukarest.
 
Seine Leidenschaft für die Kammermusik teilt er mit Musikern wie Leif Ove Andsnes, Nicholas Angelich, Gautier und Renaud Capuçon, Leonidas Kavakos, Gidon Kremer, Mischa Maisky, Emmanuel Pahud und Streichquartetten wie dem Quatuor Ebène sowie dem Hagen Quartett; darüber hinaus verbindet ihn eine enge Zusammenarbeit mit namhaften  Sängerinnen wie Anne Sofie von Otter, Sandrine Piau und Christianne Stotijn. Er ist regelmäßiger Gast bedeutender Festivals, unter anderem beim Edinburgh Festival, Jerusalem International  Chamber Music Festival, Lucerne Festival, New York Mostly Mozart Festival, Rheingau Musik Festival, Salzburger Festspiele, Schubertiade, Verbier Festival sowie La Folle Journée in Nantes und Tokyo.
 
Rezitals führen Antoine Tamestit in so renommierten Sälen wie das Amsterdamer Concertgebouw, das Palais des Beaux-Arts in Brüssel, die Kölner Philharmonie, die Londoner Wigmore Hall, die Carnegie Hall und das Lincoln Center in New York, das Stockholmer Konserthuset, die Mariinsky Concert Hall in St. Petersburg und den Wiener Musikverein. Besonders auch mit Solorezitals, u. a. mit Werken von Bach, Ligeti, Hindemith und Olga Neuwirth, ist er ein gern gesehener Gast auf den großen Bühnen der Welt.
 
Seit 2013 ist er gemeinsam mit Nobuko Imai künstlerischer Leiter des Viola Space Festivals in Tokyo. Programmatisch widmet sich dieses einzigartige Festival der ganzen Bandbreite des Viola-Repertoires durch die Jahrhunderte, darüber hinaus bildet die Nachwuchsförderung, insbesondere die fortdauernde künstlerische Betreuung junger Bratschisten einen wesentlichen Schwerpunkt.

Gemeinsam mit Frank Peter Zimmermann und Christian Poltéra gründete Antoine Tamestit das "Trio Zimmermann"; regelmäßige Tourneen führen das Trio in die bedeutenden Musikzentren Europas. In den Jahren 2010, 2011 und 2014 veröffentlichte das Label BIS Records Aufnahmen mit Werken von Beethoven (Streichtrios opp. 3, 8, 9), Mozart (Divertimento KV 563) und Schubert (Streichtrio D 471).
 
Zahlreiche Aufnahmen aus Antoine Tamestits Diskografie wurden von der internationalen Fachpresse mit großem Lob gewürdigt. Besonders hervorzuheben sind die Soloaufnahme "Chaconne" mit Werken von Bach und Ligeti (Naïve), das Violakonzert von Schnittke mit dem Warsaw Philharmonic unter der Leitung von Dmitrij Kitajenko (Naïve),  Mozarts  Sinfonia  Concertante  mit Renaud  Capuçon,  Louis  Langrée  und  dem  Scottish  Chamber Orchestra (Virgin), eine den Werken Franz Schuberts gewidmete Aufnahme mit der Sopranistin Sandrine Piau und dem Pianisten Markus Hadulla sowie die im November 2011 erschienene Einspielung von Berlioz' "Harold in Italien" mit Les Musiciens du Louvre unter der Leitung von Mark Minkowski (Naïve). Im Januar 2013 wurde seine Aufnahme mit Suiten von Johann Sebastian Bach veröffentlicht. Seine Einspielung mit Solowerken und Werken der Konzertliteratur von Paul Hindemith (gemeinsam mit dem hr-Sinfonieorchester und Paavo Järvi) erschien im November 2013 im Rahmen des Gedenkjahres für den Komponisten, dessen Todestag sich 2013 zum 50. Mal jährte. Eine neue Aufnahme von Berlioz' "Harold in Italien" mit dem London Symphony Orchestra unter der Leitung von Valery Gergiev erschien im Februar 2015 (LSO Live).

Antoine Tamestit lehrt seit Herbst 2013 als Professor am Pariser Conservatoire; von 2007 bis 2013 hatte er eine Professur an der Kölner Musikhochschule inne. Er spielt eine Viola von Antonio Stradivari aus dem Jahr 1672, die ihm von der Habisreutinger-Stiftung zur Verfügung gestellt wird.



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